Ziele und Aufgaben des Grundlagentrainings (GLT)

Inhaltliche Ziele

Das Grundlagentraining hat eine klare allgemein-sportliche Ausrichtung. Das heißt, dass die Ausbildung vielseitiger allgemeiner Fähigkeiten und Fertigkeiten den Schwerpunkt in dieser Etappe darstellt. Neben dem spezifischen Skilanglauftraining sollen die Kinder durch die Anwendung unterschiedlichster Sportarten einen großen Schatz an Bewegungserfahrungen sammeln. Dabei bieten sich vor allem jene Sportarten an, welche sowohl konditionell als auch koordinativ vorbereitenden Charakter für die im Skilanglauf benötigten Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzen. Beispielhaft wären an dieser Stelle Leichtathletik, Radsport/Mountainbike, Turnen/Gymnastik, Kleine- und Sportspiele sowie Schwimmen, Kanu und Inlineskate zu nennen. Durch die frühzeitige Konfrontation mit einer Vielzahl motorischer Anforderungen aus verschiedenen Sportarten wird auf eine optimale Ausbildung der grundlegenden koordinativen Fähigkeiten abgezielt. Gleichzeitig wird mit dem erworbenen Spektrum an Bewegungserfahrungen die effektive Nutzung dieser Sportarten als wesentliche Trainingsmittel im weiteren Verlauf des LLA vorbereitet.

Eine derart vielseitige allgemein-athletische Ausbildung sorgt nicht nur für Abwechslung im Trainingsalltag, sondern bildet ebenso eine entscheidende Grundlage für die Erlernung der spezifischen Lauftechnikelemente beider Stilarten.Dabei sollte es das Ziel sein, die verschiedenen Techniken in Verbindung mit vielseitigen skiläuferischen Grundfertigkeiten zu entwickeln, zu stabilisieren und dabei ein entsprechend einheitliches Technikverständnis zu vermitteln.

Abschließend lassen sich die inhaltlichen Schwerpunkte des Grundlagentrainings wie folgt zusammenfassen:

Neben der (1) Entwicklung der Belastungsverträglichkeit durch allgemeines Ausdauer- und Krafttraining, sowie der (2) Erlernung und Stabilisierung aller Lauftechnikelemente, bilden die Ausbildung der (3) koordinativen Fähigkeiten und die (4) Schnelligkeitsentwicklung die zentralen Bestandteile des Grundlagentrainings.

Orientierungen für den Trainer

Während der breitgefächerten sportlichen Ausbildung ist immer ein Sportartenbezug herzustellen. Das heißt, dass sich die genutzten Inhalte an den motorischen, koordinativen und konditionellen Erfordernissen des Skilanglaufsports orientieren. Ein entscheidender Punkt ist weiter, dabei die sensiblen Entwicklungsphasen für bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu berücksichtigen, also die richtigen Inhalte zum richtigen Zeitpunkt zu schulen. Auch wenn sich diese sensiblen Phasen häufig am kalendarischen Alter orientieren, sollte dieses eher eine untergeordnete Rolle einnehmen. Stattdessen müssen aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungsverläufe insbesondere der Trainingszustand und das biologische Alter der jungen Sportler in den Fokus gerückt werden.

Generell sollte das freudbetonte Training im Vordergrund stehen. So lassen sich bspw. konditionelle und koordinative Anforderungen, welche in Summe entscheidend für die Entwicklung der Belastungsvertäglichkeit sind, hervorragend in Spielformen und Parcours verpacken.

Für die Erlernung und Vervollkommnung der langlaufspezifischen Technikelemente gilt, dass jede Möglichkeit des Schneetrainings wahrgenommen werden sollte, um weiterführend eine variable Verfügbarkeit und saubere Anwendung der erlernten skiläuferischen Fertigkeiten sicher zu stellen.

Schließlich wird eine weitere wichtige Zielstellung des Grundlagentrainings durch das pädagogische Handeln des Trainers bestimmt. Hier geht es insbesondere um die Vermittlung sportlicher Grundwerte, wie Zielstrebigkeit, Fairness und Selbstständigkeit bzw. die Erlernung psychischer Trainings- und Wettkampfeigenschaften wie Willenskraft, Konzentrationsvermögen und Siegeswille. Das Abfordern sozialer Verhaltensweisen, das Vermitteln elementaren Handelns der Gesundheitsprophylaxe und die Gewöhnung an eine sportgerechte Lebensweise gehören ebenso zu den Aufgaben wie das Wecken der Begeisterung für unsere Sportart. Weiterhin soll das pädagogische Handeln der Trainer durch Wissensvermittlung gekennzeichnet sein. Dies schließt neben dem Erwerb von Basiskenntnissen in Trainingssteuerung, Ernährung und Wiederherstellung, ebenso das Vermitteln von Grundkenntnissen in Skipräparation und -pflege mit ein.

Orientierungen für den Sportler

In erster Linie soll das regelmäßige Training Freude bereiten. Ist dies der Fall, wird sich der Wille entwickeln, hart zu trainieren. Dies ist unmittelbar mit einem Verständnis und einer Bereitschaft für eine sportgerechte Lebensweise verbunden. Denn als Sportler trainiert man in erster Linie für sich selbst. Nicht für die Eltern und auch nicht für den Trainer.

Für die weiteren Trainingsjahre ist es entsprechend bedeutsam, die vom Trainer vermittelten Inhalte über sportliche Grundwerte, wie Fairness und Selbstständigkeit zu respektieren und im täglichen Training, aber auch im Wettkampf zu leben. In diesem Prozess ist ebenso die Auseinandersetzung mit der Wirkung von Training auf den eigenen Körper wichtig. Nur, wer seinen eigenen Körper kennt und auf ihn hört, kann sich sportlich weiterentwickeln. Die Aneignung von elementarem Wissen in den Bereichen der Trainingssteuerung, der Gesundheitsprophylaxe, Ernährung und Regeneration ist dabei eine notwendige Voraussetzung. Schließlich sind Grundkenntnisse in Skipräparation und Materialpflege wichtig, um für die weiteren Trainingsjahre eigenverantwortlich mit seinem Material umzugehen.

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Wie sind die Trainingsschwerpunkte im Jahr angeordnet?

Die untenstehende Übersicht soll schematisch eine für das GLT zielführende trainingsmethodische Vorgehensweise aufzeigen. Dargestellt sind die im Jahresverlauf auszubildenden Fähigkeitskomplexe und empfohlene Trainingsmittel und -methoden.

Welche sportlichen Kompetenzen sollten am Ende der Ausbildungsetappe beherrscht werden?

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